Frage der Woche (33): Welche Strecke würdest Du für einen perfekten Sonntagsspaziergang durch Dein Viertel wählen?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche stellen sie die schönsten Strecken für einen Sonntagsspaziergang vor. Welche Routen würdet Ihr für einen Bummel durch Euer Viertel wählen und welche Highlights gibt es auf dieser Strecke?

Stadtteilreporterin Viktoria Urmersbach:

Besonders schön: Blick auf die Elbe, während Sturmtief Erich wütet (Bild: V. Urmersbach)

Besonders schön: Blick auf die Elbe, während Sturmtief Erich wütet (Bild: V. Urmersbach)

Bei Sonne ein Spaziergang am Wasser? Das kann jeder! Gemeinsam mit Gästen über das schlechte Hamburger Wetter zu jammern, füllt kein Besuchsprogramm.

Wenn Sie aber die Erfahrung von Naturgewalten mitten in einer Großstadt machen wollen, sollten Sie das nächste Sturmtief nutzen und zum Storm Watching an die Elbe aufbrechen.


Land unter an der Strandperle im September (Bild: V. Urmersbach)

Land unter an der Strandperle im September (Bild: V. Urmersbach)

Der erste herbstliche atlantische Tiefausläufer namens Erich hat in dieser Woche schon mächtig ausgeholt und den Anwohnern nasse Füße beschert.


Sportliche Fußgängerin absolviert ihr Kneipp–Programm an der Elbe (Bild: V. Urmersbach)

Sportliche Fußgängerin absolviert ihr Kneipp–Programm an der Elbe (Bild: V. Urmersbach)

An der Strandperle herrschte Land unter. Der Fußweg am Övelgönner Ufer war trocken, die Strandabschnitte darunter größtenteils geflutet.


Hatten trotz Sturmflut Spaß (v.l.): Friedrich Preuße, Manfred Suhr und Christian Arndt (Bild: A. Korn)

Hatten trotz Sturmflut Spaß (v.l.): Friedrich Preuße, Manfred Suhr und Christian Arndt (Bild: A. Korn)

Der erste Betriebsausflug seit acht Jahren und dann hieß es „Land unter“. Trotzdem hatten die drei Chirurgen Friedrich Preuße, Manfred Suhr und Christian Arndt einen tollen, arbeitsfreien Tag.


Hier soll bald ein Radweg von Neumühlen nach Teufelsbrück führen, bei Sturmwetter steigen Sie bitte aufs Tretboot um (Bild: V. Urmersbach)

Hier soll bald ein Radweg von Neumühlen nach Teufelsbrück führen, bei Sturmwetter steigen Sie bitte aufs Tretboot um (Bild: V. Urmersbach)

Von Neumühlen nach Teufelsbrück wäre man nur mit einem Tretboot vorangekommen – ausgerechnet dort, wo die Altonaer Bezirksversammlung nun einen Radweg plant.


Das Museumshafen-Café wird oft übersehen – dabei sitzen Sie hier wirklich in der ersten Reihe mit Blick auf die Elbe. Sonntags ab 10 Uhr zum Frühstück geöffnet, sonst von 12 bis 21 Uhr (Bild: V. Urmersbach)

Das Museumshafen-Café wird oft übersehen – dabei sitzen Sie hier wirklich in der ersten Reihe mit Blick auf die Elbe. Sonntags ab 10 Uhr zum Frühstück geöffnet, sonst von 12 bis 21 Uhr (Bild: V. Urmersbach)

Sie haben bei Ihrer Wanderung nasse Füße bekommen – oder aber so rustikale Gummistiefel an, dass Sie sich nicht in eines der feineren Restaurants in Övelgönne wagen? Besuchen Sie das Museumsschiff D.E.S. Bergedorf, das am Anleger Neumühlen sieben Tage die Woche geöffnet hat und zu wirklich moderaten Preisen handfeste Gerichte wie Rotbarschfilet mit Bratkartoffeln anbietet.


Rotbarschfilet mit Bratkartoffeln: ein deftiges Mittagessen auf der D.E.S. Bergedorf, dem Cafe im Museumshafen am Anleger Neumühlen (Bild: V. Urmersbach)

Rotbarschfilet mit Bratkartoffeln: ein deftiges Mittagessen auf der D.E.S. Bergedorf, dem Cafe im Museumshafen am Anleger Neumühlen (Bild: V. Urmersbach)

Dort sitzen Sie auf dem Oberdeck mit Blick auf den Strom und schaukeln auch bei stürmischen Flutwellen nur ganz sanft. Gratis gibt es Döntjes über das Schiff vom Chef. Das ist auch für wenig seetaugliche Freunde eine rundum erfreuliche maritime Erfahrung.


Ausgangspunkt für den perfekten Sonntagsausflug: der Altonaer Balkon (Bild: J. Hinz)

Ausgangspunkt für den perfekten Sonntagsausflug: der Altonaer Balkon (Bild: J. Hinz)

Stadtteilreporterin Christina Lachnitt:

Wenn man morgens ohne nerviges Weckerklingeln aufwacht, wenn auf den Straßen noch alles ruhig ist und wenn auch die Mitbewohner noch schlafen, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist Sonntag. Wenn dann auch noch die Sonne scheint und dem Tag alle Ehre macht, dann ist es höchste Zeit, sich aus dem Bett zu schälen und einen kleinen Spaziergang zu machen.

Meine Lieblingsroute beginnt am Altonaer Balkon. Von dort laufe ich unterhalb der Elbchaussee bis zum Museumshafen Övelgönne. Und spätestens dort merke ich, dass auch viele andere Leute genau diesen Ort für ihren Sonntagsausflug gewählt haben. Das macht aber nichts, denn der Blick auf den Hafen und das Wasser, das in der Sonne glänzt, entschädigt für so manche Menschenmasse. Vom Herdentrieb getrieben bummele ich weiter durch das Treppenviertel und beneide die Anwohner, die ihre kleinen Gartengrundstücke direkt am Fußgängerweg haben, an diesen Tagen ausnahmsweise einmal nicht um ihre grandiose Aussicht .

An der Strandperle mache ich einen kurzen Zwischenstopp und trinke einen Kaffee oder ein kühles Alster, bevor ich mich wieder in Bewegung setze und langsam für den Rückweg wappne – der in umgekehrter Reihenfolge wieder bis zum Altonaer Balkon führt.

So schön auch Sonntage und Spaziergänge sind – beides in Kombination kann manches Mal leider auch ein wenig anstrengend statt erholsam sein.


Mit einer Falafel in Hand kann der Spaziergang starten (Bild: J. Hinz)

Mit einer Falafel in Hand kann der Spaziergang starten (Bild: J. Hinz)

Stadtteilreporter Julian Hinz:

Mein Spaziergang durch Ottensen

Auf meinem Sonntags-Spaziergang durch mein Quartier würde ich an einigen zentralen Punkten vorbeischauen wollen. Ich würde am Nachmittag losgehen und an der Bahrenfelder Straße, Ecke Barnerstr. mir eine Falafel holen.


Am Stuhlmannsbrunnen auf dem Platz der Republik kann man gut einen Zwischenstopp einlegen (Bild: J. Hinz)

Am Stuhlmannsbrunnen auf dem Platz der Republik kann man gut einen Zwischenstopp einlegen (Bild: J. Hinz)

Danach würde mich der Weg über den Ottenser Marktplatz führen. An den geschlossenen Geschäften vorbei zum Bahnhof Altona und dann die Max-Brauer-Allee in Richtung Elbe. Einen Zwischenstopp würde ich noch am Stuhlmannsbrunnen, dem Altonaer Museum und dem Rathaus machen. Architektonische Highlights gibt’s nicht nur in der Innenstadt!


Die außergewöhnlichsten Sorten sind im Moment Mandel und Himbeer-Panna Cotta (Bild: J. Hinz)

Zum Abschluss gibt es noch eine Portion Eis (Bild: J. Hinz)

Nach dem Genuss des tollen Blicks am Altonaer Balkon und der Palmaille geht es ein Stück an der Elbe entlang. Dann wieder zurück nach Ottensens auf Fischers Allee und ein Eis geholt. Von dort durch Eulenstraße, links in die Große Brunnenstraße. Dann über den Spielplatz und die kleinen Seitenstraßen wieder auf die Bahrenfelder Straße zurück. Und damit sind wir wieder am Ausgangspunkt des kleinen Rundgangs durch Ottensen.

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Ein Kommentar zu Frage der Woche (33): Welche Strecke würdest Du für einen perfekten Sonntagsspaziergang durch Dein Viertel wählen?

  1. Michael Heins sagt:

    Moin,

    ich würde die „Ottensener Chronik“ zur Hand nehmen und die darin beschriebenen, geschichtsträchtigen Orte suchen. Ottensen ist nicht sehr gross. In einem Sommer müsste alles zu entdecken sein. Die meisten Reste der Geschichte verbergen sich dort, wo sie niemandem auffallen. Neumühlen und den Altonaer-Balkon kennt jeder.
    Wer weiss aber welche Eckkneipe schon Bier ausgeschenkt hat, als noch die Zigarrendreher ihren Durst löschten. Oder, wo stand überhaupt das erste Gasthaus mit Schanklizens in Ottensen? Etc. etc.

    Mit freundlichen Grüssen

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