Vielfalt der Läden: In der Großen Bergstraße bleibt Platz für Nischen

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Das klassische Vorstadtambiente bietet Platz für kleine Läden (Bild: B. Fabricius)

Das klassische Vorstadtambiente bietet Platz für kleine Läden (Bild: B. Fabricius)

Es geht aufwärts in und mit der Großen Bergstraße – 300 Meter Richtung Bahnhof Altona, aber auch sonst so. Die tristen Zeiten einer gesichtslosen, kühlen Einkaufsmeile gehören wohl bald der Vergangenheit an: Neue Läden und ein verändertes Umfeld bescheren frischen Schwung. Und möglicherweise dann auch neue Käuferschichten. Spätestens seit dem Aus der Karstadt-Filiale 2003 lief nur noch wenig in der Fußgängerzone. Aber seit gut zwei Jahren „schöpfen die Geschäftsleute wieder Mut“, sagt Florian Kröger, Juniorchef der in vierter Generation geführten und seit mehr als 80 Jahren ansässigen Spezialadresse für Kaffee, Tee, Wein und Süßwaren. Die faustgroßen Pralinen „Christian“ (original aus Straßburg) und der Cuvée Florian (von einem Winzer aus Rheinhessen) zählen zu den Raritäten vor Ort.

Kröger freut sich über viele junge Familien im Umkreis, aber auch über das Bauprojekt Ikea, das im Frühjahr 2013 abgeschlossen sein soll. Die Baugrube auf dem früheren Karstadt-Areal wirkt für viele Geschäftsleute und Anwohner als Aufbruchssignal. Die Passage ein paar Schritte weiter, früher ein Schandfleck, ist mit 5500 Quadratmetern Fläche komplett vermietet. Aldi, Edeka, dm, Depot, ein Bioladen, ein Café und ein Kiosk sollen Kunden anziehen. Bis zum Status als führende Einkaufsmeile des Hamburger Westens – was die Große Bergstraße mal war – ist der Weg aber noch weit. Ludger Schmitz, seit vier Jahren im Auftrag der Stadtentwicklungsgesellschaft Steg für das Quartier verantwortlich, erwartet den nächsten Schub mit neuen Läden, Angeboten und Ideen für 2012.

„Die Große Bergstraße ist authentisch und nicht gekünstelt“, meint er. „Der Mix aus Klein, Groß, Alt und Neu macht den Charme.“ Rechnet man die abzweigende Neue Große Bergstraße mit 30 Geschäften hinzu, verfügt die Meile aktuell über 130 unterschiedliche Einkaufsmöglichkeiten. Viele Ketten sind vertreten, aber es gibt endlich wieder Platz für Nischen. (jmo)

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