Spektakuläre Rettung des Hundertwasser-Cafés geplant

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Das Hundertwasser-Café in der Behringstrasse 42 - 44 soll nun doch gerettet werden (Bilder: I. Krug)

Das Hundertwasser-Café in der Behringstrasse 42 - 44 soll nun doch gerettet werden (Bilder: I. Krug)

Im Streit um den Erhalt des Hundertwasser-Cafés zeichnet sich ein Ende ab. Das Stadtcafé Ottensen soll erhalten bleiben und in den Neubau integriert werden. „Die Fassade des Cafés wird gesichert, es werden lediglich die Fenster ausgetauscht“, sagt Jens Bräutigam, Geschäftsführer von der Wohnbau GmbH.

Lediglich der Innenraum des Cafés muss zwischenzeitlich weichen. Der Investor will das Café Stein für Stein abbauen, einlagern und nach dem Bau der Wohnungen mithilfe einer 3-D-Scantechnik wieder originalgetreu aufbauen. “Hier müssen allerdings Vorgaben wie Brandschutz, Rettungswege und Barrierefreiheit eingehalten werden. Dann schauen wir, was wir erhalten können”, erklärt Bräutigam. Damit haben sich alle beteiligten Parteien nach jahrelangen Verhandlungen in der Mitte getroffen, bestätigt Nils Fischer, Sprecher des Bezirksamts Altona.

Das ganze Rettungsverfahren sei allerdings aufwendig und teuer. „Die Kosten tragen wir als Unternehmen. Die Höhe hängt allerdings von dem Zustand und der Substanz des Cafés ab“, führt der Geschäftsführer aus.


Der Bauinvestor, die Bonner Wohnbau GmbH, will die Fassade erhalten. Die Innenraumelemente des Cafés sollen abgetragen, eingelagert und nach Möglichkeit wieder originalgetreu aufgebaut werden

Der Bauinvestor, die Bonner Wohnbau GmbH, will die Fassade erhalten. Die Innenraumelemente des Cafés sollen abgetragen, eingelagert und nach Möglichkeit wieder originalgetreu aufgebaut werden

Geplant sind mindestens 70 Wohnungen und eine Tiefgarage. „Wir planen Mietwohnungen und keine Eigentumswohnungen. Wir wollen für Familien bauen“, erläutert Bräutigam das Konzept der Wohnbau GmbH. Der Termin für den Baustart steht noch nicht fest. Die Wohnbau GmbH steht in den Startlöchern: „Wir würden lieber heute als morgen bauen“, sagt Bräutigam. „Wir hoffen darauf, dass wir den Bebauungsplan nach unseren Vorstellungen realisieren können.“

Die Baupläne werden am 9. November der Öffentlichkeit präsentiert. Dann findet eine öffentliche Anhörung des Planungsausschusses zum Stadtcafé Ottensen statt. Dort will der Investor seine Pläne vorstellen. “Das Bauvorhaben wird vorgestellt, damit die Öffentlichkeit informiert wird und Anmerkungen machen kann”, sagt Alexander Hund, Geschäftsführer der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona. Die Vorschläge der Bürger werden laut Bezirksamtssprecher Nils Fischer protokolliert und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Voraussetzung für eine Baugenehmigung ist jedoch ein positiver Beschluss der Bezirksversammlung – und der steht weiter aus. “Sobald die Anhörung durch ist und wir eine Baugenehmigung erteilen, kann der Investor loslegen”, sagt Fischer.

Ina Krug

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