Pavels Herrchen gibt die Hoffnung nicht auf

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Er hat alles versucht – bislang ohne Erfolg. Aber Alexander Pröpster gibt nicht auf. Seit acht Monaten vermisst der 28-Jährige aus Altona seinen Labradormischling Pavel. Am 15. Februar gegen 16 Uhr ist der Hund hinter dem Altonaer Thalia in der Gaußstraße davongelaufen. Mittlerweile hat sein Herrchen in „halb Hamburg“ Suchanzeigen mit Abreißzetteln aufgehängt, Flugblätter verteilt und sogar eine Internetseite (www.pavel-on-the-run. blogspot.com) eingerichtet, auf der man neben Fotos und Pavels Steckbrief die „Fluchtroute“ des Hundes auf einem Stadtplan nachverfolgen kann.

„Ich bekomme zwar immer noch Anrufe von Leuten, die Pavel gesehen haben wollen, aber die Hinweise werden immer konfuser“, sagt Pröpster bedrückt. Außerdem handele es sich oft auch um Verwechslungen. „Dann fehlt zum Beispiel der weiße Fleck auf der Brust des Hundes.“ Neben diesem Merkmal erkennt man Pavel an seinem schwarzen kurzen Fell, den weißen Pfoten und seinem angeknabberten rechten Ohr.

Das Gebiet, in dem das Tier angeblich schon gesehen wurde, erstreckt sich mittlerweile vom Stadtteil St. Pauli bis nach Rissen am Stadtrand. Und der aufmerksame Spaziergänger muss nicht lange suchen, um in dieser Umgebung auf Vermisst-Meldungen an Litfaßsäulen, Zäunen oder Ampeln zu stoßen. Inzwischen vermutet Pröpster, der in Hamburg freie Malerei studiert, dass Pavel über die Grenzen der Stadt hinaus ist. „Wenn er noch frei herumlaufen sollte, dann wahrscheinlich nicht mehr in Hamburg.“ Auch dass der Hund von anderen Leuten aufgenommen worden sein könnte, hält er für möglich.

Pavel ist kein Einzelfall. Jedes Jahr werden in Hamburg unzählige Hunde als vermisst gemeldet. Eine genaue Statistik gibt es nicht, aber allein im Tierheim Süderstraße sind im vergangenen Jahr fast 800 Fundhunde aufgenommen worden, sagt Lisa Monkau vom Hamburger Tierschutzverein. Sobald dort die Meldung eintrifft, dass ein Hund weggelaufen ist, kontrollieren die Mitarbeiter, ob die Beschreibung auf einen der Fundhunde zutrifft. „70 bis 80 Prozent unserer Hunde können schnell wieder abgeholt werden.“ Trotzdem gelingt es nicht immer, Hund und Besitzer wieder zusammenzubringen. Trotz Chippflicht in Hamburg, die besagt, dass jeder Hund einen Chip mit einer individuellen Kennnummer unter der Haut tragen muss. Zusätzlich sollte sich der Besitzer kostenlos bei einer Tierregistrierung, zum Beispiel Tasso, verzeichnen lassen, damit die Chipnummer mit den Daten des Besitzers verknüpft werden kann (www.tasso.net/Tierschutz/Registrierung ).

„Dies scheinen viele Tierhalter nicht zu wissen, denn oft sind Tiere gechipt, aber nicht registriert“, bedauert Monkau. Während der Tierarzt für den verpflichtenden Chip sorgt, muss die Registrierung vom Besitzer selbst vorgenommen werden.

Wer seinen Hund vermisst, sollte in folgender Reihenfolge vorgehen: Tierregistrierung alarmieren (Tasso-Notrufzentrale: Telefon 06190/93 73 00), die Polizei anrufen, anschließend Tierheime und Tierärzte in der Umgebung informieren. Und sollte ein Waldgebiet in der Nähe sein, den Revierförster in Kenntnis setzen.

Alexander Pröpster hatte vorgesorgt. Sein Pavel ist gechipt und Tasso-registriert. Genützt hat es bisher nichts. Seit kurzer Zeit gibt es aber einen neuen Verdacht, wo sich der Ausreißer herumtreiben könnte. „An der A 7 läuft vier- bis sechsmal die Woche ein Hund herum, immer ungefähr an der gleichen Stelle“, sagt Pröpster. Bisher konnte der „Phantomhund“ nicht identifiziert werden, weil er jedes Mal schnell wieder verschwand. Endlich eine Spur von Pavel?

Lisanne Vernunft

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