Obdachlosen-Bleibe in Ottensen geöffnet

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Ein mit Müll und gefunden Utensilien geschmückter Weihnachtsbaum steht neben dem Quartier von Obdachlosen unter einer Brücke in Hamburg (Symbolbild: dpa)

Ein mit Müll und gefunden Utensilien geschmückter Weihnachtsbaum steht neben dem Quartier von Obdachlosen unter einer Brücke in Hamburg (Symbolbild: dpa)

Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) und Nordelbiens Bischöfin Kirsten Fehrs eröffnen heute um 14 Uhr das zweite Hamburger Winterquartier für Obdachlose. Es befindet sich in dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim Rumond-Walther-Haus am Klopstockplatz in Ottensen. Bis zu 40 Menschen sollen hier unterkommen.

„Wir freuen uns, diese Unterkunft noch vor Weihnachten öffnen zu können, um den stark frequentierten Standort an der Spaldingstraße zu entlasten“, sagte Nicole Serocka, Sprecherin der Sozialbehörde, dem Abendblatt gestern. Während im Quartier an der Spaldingstraße vor allem alleinstehende Männer unterkommen sollten, sei das am Klopstockplatz hauptsächlich für Frauen, Paare und Ältere gedacht.

Der evangelische Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein hatte das Haus der Hamburger Sozialbehörde vergangene Woche angeboten, im Rahmen des Winternotprogramms für Obdachlose. Die Zimmer dort seien weitgehend möbliert und kurzfristig nutzbar. Sozialsenator Scheele begrüßte das Angebot: „In Hamburg soll niemand auf der Straße übernachten müssen, das habe ich den Obdachlosen versprochen.“ Bischöfin Kirsten Fehrs sprach von einer „wunderbaren und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Kirche und Senat“.

Der für öffentliche Unterbringungen zuständige Träger „fördern und wohnen“ will laut Sozialbehörde einen mietzinsfreien Nutzungsvertrag mit dem Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein abschließen und den laufenden Betrieb mit eigenem Personal übernehmen. Der Nutzungszeitraum für das Gebäude sei begrenzt, da es im Frühjahr 2012 abgerissen werden solle. (cb)


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