Neue Kunsteinrichtung nach einem Monat vor dem Aus

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Ausstellungseröffnung Kunstnah (Bilder: Kunstnah)

Ausstellungseröffnung Kunstnah (Bilder: Kunstnah)

Am 28. November eröffnete die Kulturetage Altona e.V weitere Atelier- und Projekträume auf rund 300 Quadratmetern. Mit zahlreichen künstlerischen Initiativen hat sich die Große Bergstraße in Altona dadurch zu einem kulturellen Standort entwickelt. Betrieben werden die Ausstellungsflächen durch den sozialen Verein Koala e.V. Als Teil der Kulturetage e.V. können dort Künstler auf der neuen Ausstellungsfläche ihre Werke präsentieren, ob Malereien, Installationen oder Fotografien. Zur neuen Galerie gehört auch das Café Kunstnah.

Doch nach knapp einem Monat muss die neue Einrichtung, Galerie und Café, zum 31. Dezember wieder schließen. Der Grund: Die Arbeitsplätze von 17 Ein-Euro-Jobbern, die für einen reibungslosen Betrieb sorgen, fallen zum Jahresende weg. Der Vorstand der Kulturetage Altona e.V., Paul Pauksch hat damit nicht gerechnet: „Es ist eine aberwitzige Situation: Zuerst investiert die Stadt in den Ausbau der Kultureinrichtung und stellt uns 17 Mitarbeiter auf Ein-Euro-Basis zur Verfügung, doch bis Jahresende werden uns diese Arbeitskräfte wieder gestrichen.“ Die amtliche Bezeichnung lautet: „Kürzungen im Bereich dieser Arbeitsgelegenheiten.“ 300 von 1100 Quadratmetern könnten nun nicht mehr betrieben werden, sagt Pauksch weiter. „Dabei wollen wir mit unseren Projekten einerseits zu einer besseren Infrastruktur im Stadtteil beitragen und andererseits den Ein-Euro-Jobbern helfen, sich fit für den regulären Arbeitsmarkt zu machen“, sagt der Vorstandsvorsitzende weiter.

Ebenso fragt sich die Chefin der Kulturetage Altona e.V., Marlies Strehlow, warum so viele Projekte für den Bezirk wegfallen, die doch eigentlich wichtig sind. „Durch die räumliche Nähe und die Vernetzung verschiedener Kunst- und Kulturschaffender entstehen Synergieeffekte. So setzen wir im Quartier Akzente.“

Rund 1,3 Millionen Euro kamen aus dem Topf der integrierten Stadtteilentwicklung für den Ausbau der Kulturetage. „Doch die fetten Jahre sind nun mal vorbei“, sagt Strehlow. Städte und Gemeinden seien überschuldet. Die Kulturetage sollte mit ihren Angeboten vor allem für die Bewohner in der Nachbarschaft einen Mehrwert bieten, so Strehlow. „Ich kann die Senatspolitik nicht verstehen“, sagt sie.

Als sozialer Beschäftigungsträger in und um Altona organisiert Koala e.V. gemeinnützige Projekte im handwerklichen, gastronomischen und sozialen Dienstleistungsbereich sowie im Garten- und Landschaftsbau. „Mit dem Projekt haben wir Beschäftigungsmöglichkeiten für arbeitssuchende Menschen geboten. Solche Projekte dürfen einfach nicht wegfallen“, sagt Paul Pauksch. „Und wie es mit der Galerie und dem Café weitergeht, kann noch niemand sagen.“


Hanni Heinrich

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Ein Kommentar zu Neue Kunsteinrichtung nach einem Monat vor dem Aus

  1. Ilse Böge sagt:

    Ich bin in Ottensen geboren und suche dringend fotos aus der eulenstr. nr.13-17
    die alten Sahlhäuser.Danke

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