Frage der Woche (43): An welchen Stellen ärgerst Du Dich über die Verkehrssituation in Deinem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche geht es um den Straßenverkehr im Viertel. Wo gibt es unerfreuliche Nadelöhre, schlecht geschaltete Ampeln, Umleitungen oder Parkplatznot?

Stadtteilreporterin Christina Lachnitt:

Durchfahrt nur für Baustellenfahrzeuge in der Erzbergerstraße (Bild: C. Lachnitt)

Durchfahrt nur für Baustellenfahrzeuge in der Erzbergerstraße (Bild: C. Lachnitt)

Beim Spritzenplatz in Ottensen geht es rund. Kräne schwingen durch die Luft. Es wird gehämmert, gebaggert und „fett“ gebaut – im wahrsten Sinne des Wortes – hier sollen in Zukunft die „Fetten Höfe“ entstehen. Der ehemalige Gewerbehof am Spritzenplatz 5-6 in Ottensen wird umgebaut.


Die riesige Baustelle verspricht schon jetzt viel Arbeit (und auch Lärm) (Bild: C. Lachnitt)

Die riesige Baustelle verspricht schon jetzt viel Arbeit (und auch Lärm) (Bild: C. Lachnitt)

Wenn alles fertig ist, soll hier Platz sein für hochpreisige Gewerbeflächen und Familien mit Kindern. Das Bauprojekt war bereits im Vorfeld umstritten. Jetzt werden sich die Anwohner rund um den Spritzenplatz wahrscheinlich erst einmal auf eine längere Bauphase gefasst machen müssen. Die Erzbergerstraße ist auf jeden Fall schon seit längerer Zeit gesperrt.


In der Holländischen Reihe ist nicht genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer (Bild: J. Hinz)

In der Holländischen Reihe ist nicht genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer (Bild: J. Hinz)

Stadtteilreporter Julian Hinz:

Die Verkehrssituation in Ottensen ist schwierig. Der Stadtteil hat viele historische Ecken mit einer sehr engen Bebauung und schmalen Straßen. Einige Straßen sind ohne Radwege angelegt und dazu noch mit Kopfstein gepflastert. Darunter leiden Anwohner, Radler und Autofahrer gleichermaßen. Letztere fahren zwar oft langsamer, produzieren aber mehr Lärm.

Nein, manche Straßen in Ottensen sind einfach nicht für das moderne Verkehrsaufkommen geeignet. Zum Beispiel die Holländische Reihe oder die Große Brunnenstraße. Die Holländische Reihe kann zwar von Autos bequem beidseitig befahren werden, aber da ein Radweg fehlt, werden Radfahrer mit auf die Straße gezwungen. In der Straße kommt es daher häufig zu gewagten und knappen Überholmanövern.


Die Große Brunnenstraße wird ihrem Namen wenig gerecht (Bild: J. Hinz)

Die Große Brunnenstraße wird ihrem Namen wenig gerecht (Bild: J. Hinz)

Die Große Brunnenstraße macht ihrem Namen keine große Ehre. Manchmal fragt man sich, warum sie nicht Einbahnstraße ist wie ihre kleine Schwester. Denn in der engen Straße müssen selbst Radfahrer mitunter anhalten, um Autogegenverkehr passieren zu lassen.

Sich darüber Gedanken zu machen, wie man hier Abhilfe schaffen könnte, ist vermutlich Zeitverschwendung. Die Straßen lassen sich einfach nicht verbreitern. Würde man die Parkbuchten abschaffen, wäre die Parksituation im Quartier noch schlechter. Da hilft also nur gegenseitige Rücksichtnahme, damit alle heil und zufrieden am Ziel ankommen.

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Ein Kommentar zu Frage der Woche (43): An welchen Stellen ärgerst Du Dich über die Verkehrssituation in Deinem Quartier?

  1. Holger Karstens sagt:

    Ein zwar wahrer, aber leider überflüssiger Bericht, da den entscheidenden Stadtplanern und Consorten so etwas nicht interessiert. Wenn Politiker und Investoren solche Viertel auch noch weiter verdichten wollen, bzw. Wohnhäuser aufstocken wollen, wird es zu noch mehr Verkehr kommen. Auch auf eine Gegenseitige Rücksichtnahme braucht man nicht hoffen in unserer ICH-bezogenen Gesellschaft. Solange man nicht rigoros gegen Falsch- und Zweite-Reihe-Parker vorgeht, bzw. eine vernünftige Verkehrsüberwachung gewährleisten kann, sind jede Appelle sinnlos. Den letzten Absatz des Artikels kann ich gar nicht nachvollziehen. Natürlich ist es nicht Zeitverschwendung, sich über Abhilfe Gedanken zu machen, nur die kostet eben Geld und bringt keines. Insofern wird eben wieder im Namen des Geldes entschieden.

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