40 neue Plätze für Hamburgs Obdachlose

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Ein mit Müll und gefunden Utensilien geschmückter Weihnachtsbaum steht neben dem Quartier von Obdachlosen unter einer Brücke in Hamburg (Bild: dpa)

Ein mit Müll und gefunden Utensilien geschmückter Weihnachtsbaum steht neben dem Quartier von Obdachlosen unter einer Brücke in Hamburg (Bild: dpa)

Der evangelische Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein hat der Hamburger Sozialbehörde das ehemalige Alten- und Pflegeheim „Rumond-Walther-Haus“ für das Winternotprogramm angeboten. Damit stehen Obdachlosen in diesem Winter bis zu 40 zusätzliche Plätze in zentraler Lage zur Verfügung, teilte der Senat am Freitag mit. Die Zimmer seien weitgehend möbliert und könnten kurzfristig genutzt werden. Die ehemaligen Bewohner des Seniorenheims sind bereits ausgezogen. Die Eröffnung des Hauses auf dem Gelände der Kirchengemeinde Ottensen in unmittelbarer Nähe zur Elbchaussee ist für den 19. Dezember geplant.

„In Hamburg soll niemand auf der Straße übernachten müssen, das habe ich den Obdachlosen versprochen“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD). Er freue sich, mit dem Rumond-Walther-Haus ein zusätzliches Angebot machen zu können, das sich hervorragend eigne. Bischöfin Kirsten Fehrs sprach von einer „wunderbaren und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Kirche und Senat“. Dem Kirchenkreis sei zu danken, dass „er so wach war, das leerstehende Haus mietfrei zur Verfügung zu stellen. Das ist unser Beitrag für das Winternotprogramm“.

Die Zimmer bieten Platz für jeweils mindestens zwei Übernachtungsgäste. Da die neue Unterkunft insbesondere für obdachlose ältere Menschen, Frauen und Paare ideal sind, sollen diese Zielgruppen bevorzugt dort einziehen. Der Träger „fördern und wohnen“ (f&w) will einen mietzinsfreien Nutzungsvertrag mit dem Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein abschließen und den laufenden Betrieb mit eigenem Personal übernehmen. Der Nutzungszeitraum für das Gebäude ist den Angaben zufolge begrenzt, da es im Frühjahr 2012 abgerissen werden soll. (epd)

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