300 Tulpen zum internationalen Weltfrauentag

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Mitarbeiterinnen der Autonomen Frauenhäuser, darunter Annemarie Schlimm (2. v. l.) und Azcan Hanife (5. v. l.), verschenkten in der Ottenser Hauptstraße Tulpen (Bild: E. Hyra/S. Kehne)

Mitarbeiterinnen der Autonomen Frauenhäuser, darunter Annemarie Schlimm (2. v. l.) und Azcan Hanife (5. v. l.), verschenkten in der Ottenser Hauptstraße Tulpen (Bild: E. Hyra/S. Kehne)

Die Autonomen Frauenhäuser Hamburg haben zum Weltfrauentag an der Ottenser Hauptstraße so manch eine Frau mit bunten Tulpen beschenkt. Die Frauenhäuser setzen sich gegen Gewalt gegenüber Frauen und Kindern ein und haben nebenbei mit eigenen Problemen zu kämpfen.


Seit 1977 gibt es in Hamburg Autonome Frauenhäuser. Heute sind es vier an der Zahl, die Adressen sind zum Schutz der Frauen geheim. Am Weltfrauentag haben die Mitarbeiter mit einem Informationsstand in Ottensen auf das Thema Gewalt gegenüber Frauen aufmerksam gemacht, über ihre Arbeit informiert und 300 Tulpen an Frauen verschenkt.

„Wir wollen heute am Weltfrauentag präsent sein. Hier in der Fußgängerzone können wir ganz unterschiedliche Menschen erreichen“, sagt Annemarie Schlimm, Mitarbeiterin in einem der Frauenhäuser.


Gewalt gegen Frauen kann verschiedene Formen haben, von körperlicher oder psychischer Gewalt bis hin zum Geldentzug durch Ehemänner oder Lebenspartner. Die Autonomen Frauenhäuser kämpfen gegen jede Form von Unterdrückung und für die Gleichberechtigung von Frauen.


Die Auslastung der Hamburger Frauenhäuser zeigt, wie viele Frauen dringend Hilfe benötigen. Bereits jetzt sind die Häuser zu mehr als 100 Prozent ausgelastet – und mit der Schließung des Frauenhauses im nahegelegenen Wedel wird es noch weniger Platz für hilfsbedürftige Frauen geben. Dennoch wird keiner Frau in Not die Zuflucht in eines der Autonomen Frauenhäuser verwehrt werden. „Wir bieten jederzeit Schutz und eine Unterkunft. Wir haben einen Notdienst; ein Haus nimmt rund um die Uhr Frauen in Not auf“, so Azcan Hanife, Mitarbeiterin im zweiten Hamburger Frauenhaus.


Geld ist wie immer knapp, deshalb organisieren die Autonomen Hamburger Frauenhäuser den vierten Benefizlauf um die Alster. Am 21. August kann unter dem Motto „Laufend gegen Gewalt“ gegen eine Startgebühr von zwölf Euro aktiv gegen Gewalt an Frauen und Kindern gekämpft werden.


Elisabeth Hyra und Sarah Kehne

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Eine Antwort auf 300 Tulpen zum internationalen Weltfrauentag

  1. Kai-Uwe sagt:

    Schade ist, dass es in Deutschland offensichtlich noch keine Männerinitiative gegen Gewalt an Frauen gibt – wie in Österreich und der Schweiz die “White Ribbon Kampagne” ( http://www.whiteribbon.at ).

    Kai Uwe